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07.05.2018 - 11:27

Innovation aus Tradition

"Innovation aus Tradition ist seit der Gründung der Leitgedanke des Milchwirtschaftlichen Zentrums Bayern in Kempten. Die Förderung von Qualität und Absatz von Allgäuer Milchprodukten hat oberste Priorität und ist unser Vereinsziel“, damit begrüßte der Vorsitzende Hans Epp seine Gäste aus der Politik. „Ich freue mich sehr, dass sich hier Europa-, Landes- und Kommunalpolitik an einem Tisch versammelt haben, um mit uns über die aktuellen Fragen zu diskutieren. Denn auch in der Landwirtschaft und ihrer Produktion hat sich vieles im Laufe der Jahre verändert und nur in der Zusammenarbeit auf allen Ebenen können wir hier vorankommen.“

Die Europaabgeordnete, Barbara Lochbihler, war der Einladung des Milchwirtschaftlichen Vereins ebenso gefolgt, wie die beiden Landtagsabgeordneten der Grünen, Thomas Gehring und Ulli Leiner und die Stadträtin Erna-Kathrein Groll. „Die Vernetzung vom Gras zum Glas, von der Basis, dem Milcherzeuger Spitalhof, über die Verarbeitung und Bildungseinrichtung Molkereischule bis hin zum Qualitätszentrum MUVA ist seit 130 Jahren das Erfolgskonzept des Milchwirtschaftlichen Zentrums Bayern in Kempten und ist einzigartig in ganz Europa. Alle Fachbereiche der Milchwirtschaft im Allgäu fänden sich schließlich bei den Mitgliedsbetrieben des MV wieder. Rudolf Seipelt, Bereichsleiter Milchwirtschaftlicher Verein, betonte die Besonderheit der Zusammenarbeit, denn die Möglichkeit des kurzen Wissensaustausches von Tür zu Tür, von der Milchtechnologie über die chemische Analyse bis zu Fragen der Verpackung, könne alles unter einem Verbund miteinander besprochen, bearbeitet und gemeinsam vorangebracht werden. „Dass unser Know-How einzigartig ist, hat sich weltweit herumgesprochen, so machen wir sogar Schulungen für Vertreter aus Arabischen Ländern.“ Dieser internationale Austausch werde auch über Bundesministerien gefördert und begleitet. Barbara Lochbihler freute sich über den internationalen Austausch, auch weil es im Europäischen Parlament immer wieder deutlich werde, wie unterschiedlich die Frage der Steuerung des landwirtschaftlichen Marktes gesehen werde. „Grundsätzlich gibt es eine Übereinstimmung, dass es auch weiterhin Subventionen brauchen werde, um die Schwächeren zu stützen und besonders herausragende Anforderungen voranbringen zu können, aber die Frage, wie das zu organisieren ist, muss immer wieder neu auf die Tagesordnung gebracht werden.“ Die Qualitätssicherung sei dabei eines der großen Themen im europaweiten Handel. Dr. Monika Knödlseder, Geschäftsführerin der MUVA machte deutlich: „Unsere Kooperationen mit Forschungseinrichtungen sowie die Mitarbeit in Fachgremien auf nationaler und internationaler Ebene sorgen für permanente Aktualisierung und stetige Erneuerung. Durch unsere professionelle Beratung auch in Exportanforderungen für den europäischen und internationalen Markt profitiert auch das Allgäu von der interdisziplinären Zusammenarbeit unserer Fachkräfte aus den Bereichen Lebensmittelchemie und -technologie, Mikrobiologie, Veterinärmedizin, Biologie und Umwelttechnik.“ Auch in der Bildung und Ausbildung der Landwirte ist die Zusammenarbeit vieler unterschiedlicher Stellen ein wesentlicher Erfolgsfaktor im Allgäu. Zum einen finden im LVFZ (Lehr-, Versuchs- und Fachzentrum für Molkereiwirtschaft) die überbetriebliche Ausbildung im Beruf Milchtechnologe, Milchtechnologin statt, aber auch die Staatliche Fachschule für Agrarwirtschaft, sowie die Staatliche Technikerschule für Agrarwirtschaft beanspruchen sowohl Lehrkräfte, Ausbilder wie auch das Raumangebot wie die Möglichkeiten der technischen und realen Erprobung. „Hier brauchen wir natürlich auch die politische Unterstützung und Begleitung von der kommunalen bis zur europäischen Ebene“, so Seipelt.

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