Ich kann BIO

Ich kann PFLEGE
27.01.2018 - 17:15

Pressemitteilung Informationsreise des Ausschusses für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten zur Internationalen Grünen Woche nach Berlin

Der Ausschuss für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten hat die internationale Grüne Woche in Berlin besucht. Alle im Landtag vertreten Fraktionen nutzten die Gelegenheit, um nationale und internationale Kontakte zu knüpfen und Fachgespräche zu aktuellen Themen mit Branchenvertretern zu führen. Der Ausschuss hat auch ein Gespräch mit Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt geführt. Der Ausschussvorsitzenden Angelika Schorer, MdL (CSU) war es dabei wichtig, bei dem Gespräch die bayerischen Anliegen an den Bund heran zu tragen.

So wurde diskutiert, wie das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) hinsichtlich der weiteren Anwendung von Glyphosat auf nationaler Ebene vorangehen möchte. Bundesminister Schmidt berichtete, dass ereine Beschränkung oder ein Verbot von glyphosathaltigen Pflanzenschutzmitteln im Haus- und Kleingartenbereich anstrebe. In den Sondierungsverhandlungen habe man sich darauf verständigt, nach Alternativen zu Glyphosat zu forschen und den Einsatz deutlich einzuschränken.  

Auch die Afrikanische Schweinepest (ASP) und die damit verbunden Vorkehrungsmaßnahmen waren ein Thema des Gespräches. Bundesminister Schmidt wies darauf hin, dass es bisher keinen Fall von ASP in Deutschland gibt. Die Anstrengungen des BMEL seien daher darauf gerichtet, das Risiko der Einschleppung der ASP nach Deutschland zu minimieren. Der Prävention komme ein hoher Stellwert zu. Bundesminister Schmidt betonte, in erster Linie  müssten die Tierhalter selbst Maßnahmen ergreifen: Die Abschottung von Hausschweinbeständen gegenüber Wildschweinen und strikte seuchenhygienische Maßnahmen in den Ställen und beim Transport seien die wichtigsten Schritte. Das BMEL informiere darüber hinaus in grenznahmen Raststätten und an Autobahnen über Präventionsmaßnahmen, wie zum Beispiel der Vermeidung von unachtsamer Entsorgung von Wurstbroten am Straßenrand. Eine intelligente Reduzierung der Wildschweinbestände sei daneben ein weiterer Baustein wirksamer Prävention.   

Als weiteres Thema wurde die Weiterentwicklung der GAP nach 2020 besprochen. In Kürze stehen hier wichtige Entscheidungen an. Bundeminister Schmidt berichtete dazu vom Sachstand der Sonderagrarministerkonferenz, die am Rande der Grünen Woche in Berlin stattfand. So sind sich die Agrarminister der Länder einig, dass die erste Säule auch weiterhin wichtig für die Einkommenssicherung der Landwirte ist. Die zweite Säule muss für die Landwirte attraktiv gestaltet werden. Der Ausschuss für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten hat bei dem Gespräch die bayerischen Anliegen (u. a. Stärkung der kleinen und mittleren Familienbetriebe) an Bundesminister Schmidt herangetragen. Bundesminister Schmidt betonte, er wolle künftig den aktiven, in der Region verwurzelten Landwirt in den Fokus stellen. 

Abschließend wurde noch das Thema vierter Weg in der Ferkelkastration und die Bedeutung für die bayerischen Betriebe besprochen.

Teilen

Per versenden